Von Annaria Schmidt
Was ist Banchan? Koreanische Beilagen erklärt
Du sitzt in einem koreanischen Restaurant. Bevor du bestellt hast, stehen zehn kleine Schälchen vor dir. Kimchi, Spinat, Bohnensprossen, eingelegte Gurken, Rettich, Tofu.
Das sind Banchan.
Was bedeutet Banchan?
Banchan (반찬) bedeutet wörtlich "Nebengerichte" oder "Beilagen". Es sind die kleinen Schälchen, die in Korea jede Mahlzeit begleiten. Nicht als Vorspeise. Nicht als Nachspeise. Banchan steht gleichzeitig mit allem anderen auf dem Tisch.
Die Grundstruktur eines koreanischen Essens ist einfach: Reis, Suppe oder Eintopf, Banchan. Die Banchan können drei Schälchen sein oder dreißig. Beides ist normal.
Warum gibt es Banchan?
Banchan hat praktische und kulturelle Wurzeln.
Praktisch: Korea ist ein Land mit vier ausgeprägten Jahreszeiten. Fermentation war die Methode, Gemüse das ganze Jahr verfügbar zu machen. Kimchi, eingelegter Rettich, fermentierte Bohnen. Banchan entstand aus dem, was vorhanden und haltbar war.
Kulturell: In Korea isst man gemeinsam. Banchan wird geteilt. Jeder am Tisch greift in dieselben Schälchen. Das ist kein Versehen. Es ist Absicht. Essen ist in der koreanischen Kultur ein Akt der Gemeinschaft.
Kulinarisch: Banchan balanciert das Hauptgericht. Zu einem scharfen Eintopf gibt es mildes Banchan. Zu Gegrilltem gibt es frisches, saures Banchan. Die Kombination macht das Essen vollständig.
Die häufigsten Banchan
Kimchi (김치) Das bekannteste Banchan weltweit. Fermentierter Chinakohl mit Gochugaru, Knoblauch und Ingwer. Es fehlt in keiner koreanischen Mahlzeit.
Sigeumchi Namul (시금치나물) Blanchierter Spinat, gewürzt mit Sesamöl, Knoblauch und Sojasoße. Mild, warm oder kalt serviert.
Kongnamul (콩나물) Sojabohnensprossen, kurz gekocht und mit Sesamöl, Knoblauch und Gochugaru gewürzt. Knackig und leicht.
Japchae (잡채) Glasnudeln aus Süßkartoffelstärke, gebraten mit Spinat, Karotten, Pilzen und Sojasoße. Eines der bekanntesten Banchan, oft zu Festtagen.
Dubu Jorim (두부조림) Gebratener Tofu in einer würzigen Sauce aus Sojasoße, Gochugaru und Knoblauch. Herzhaft und sättigend.
Gamja Jorim (감자조림) Kartoffeln, in Sojasoße und Zucker karamellisiert. Süßlich, klebrig, ein Liebling bei Kindern.
Kkakdugi (깍두기) Rettich-Kimchi, in Würfel geschnitten. Ein weiteres fermentiertes Banchan neben dem klassischen Chinakohl-Kimchi.
Miyeok Muchim (미역무침) Würziger Seetang-Salat. Fest, leicht gummiartig, mit Sesam und Sojasoße. Reich an Jod.
Banchan und Kimchi: Was ist der Unterschied?
Kimchi ist Banchan. Aber nicht jedes Banchan ist Kimchi.
Kimchi ist das fermentierte Banchan. Es ist das einzige Banchan, das bei fast jeder Mahlzeit vorhanden ist. Alle anderen Banchan wechseln je nach Jahreszeit, Region und Haushalt.
In Korea sagt man: "Eine Mahlzeit ohne Kimchi ist keine vollständige Mahlzeit."
Banchan in Deutschland
Koreanische Restaurants in Deutschland servieren oft eine kleine Auswahl an Banchan. Meistens Kimchi, eingelegter Rettich und Bohnensprossen.
Wenn du koreanisch zu Hause kochst, ist THATs KiMCHi das einfachste Banchan. Glas öffnen, servieren, fertig. Kein weiterer Aufwand.
Ergänze es mit gekochtem Reis und einer Suppe. Du hast ein koreanisches Essen.
FAQ
Was bedeutet Banchan auf Deutsch? Banchan bedeutet Beilagen oder Nebengerichte auf Koreanisch. Es sind die kleinen Schälchen, die eine koreanische Mahlzeit begleiten.
Ist Kimchi immer dabei? Fast immer. Kimchi ist das bekannteste und häufigste Banchan in Korea. Es fehlt selten auf dem Tisch.
Wie viele Banchan gibt es normalerweise? Das hängt vom Anlass ab. Im Alltag zwei bis fünf Schälchen. Bei Festessen zwanzig oder mehr.
Kann man Banchan kaufen? Ja. Kimchi ist das bekannteste fertig erhältliche Banchan. THATs KiMCHi ist dein Einstieg in die koreanische Beilagenkultur.