Von Annaria Schmidt
Kimjang: Die koreanische Tradition des Kimchi-Machens
Jedes Jahr, wenn die Temperaturen in Korea fallen, passiert etwas Besonderes.
Familien kommen zusammen. Nachbarinnen treffen sich in Hinterhöfen. Hunderte Kilogramm Chinakohl werden gesalzen, gewürzt, eingelegt. Kühlboxen und Kimchi-Töpfe füllen sich für den Winter.
Das ist Kimjang. wenn due Veganes Kimchi kaufen möchtest schaue dich gerne bei uns um.
Was ist Kimjang?
Kimjang ist die koreanische Tradition des gemeinschaftlichen Kimchi-Machens. Einmal im Jahr, meistens im November oder Dezember, bereiten Familien und Gemeinschaften große Mengen Kimchi für die Wintermonate vor.
Das Wort kommt von "Kimchi" und "Jang", was so viel bedeutet wie Vorrat oder Lager.
2013 hat die UNESCO Kimjang als immaterielles Kulturerbe der Menschheit anerkannt. In der Begründung steht: "Kimjang stärkt den Gemeinschaftssinn und bestätigt koreanische Identität."
Warum gibt es Kimjang?
Die Antwort ist praktisch: Überleben.
Korea hat harte Winter. Temperaturen unter minus 15 Grad in weiten Teilen des Landes waren historisch normal. Frisches Gemüse gab es von November bis März nicht.
Kimchi löste dieses Problem. Durch die Fermentation blieb Gemüse nicht nur haltbar, sondern wurde gesünder. Milchsäurebakterien konservierten die Vitamine, die im Sommer geerntet worden waren.
Kimjang war keine Tradition. Es war Überlebensstrategie. Die Tradition entstand aus der Notwendigkeit.
Wie läuft Kimjang ab?
Vorbereitung (Oktober): Familien kaufen oder ernten große Mengen Chinakohl. Zehn Kilogramm sind für eine Familie wenig. Fünfzig Kilogramm sind normal. Manche Gemeinschaften machen mehrere Hundert Kilogramm zusammen.
Der Kimjang-Tag: Früh morgens beginnt die Arbeit. Der Kohl wird gesalzen und über Nacht oder mehrere Stunden stehen gelassen. Dann wird die Würzpaste aus Gochugaru, Knoblauch, Ingwer, Frühlingszwiebeln und weiteren Zutaten gemischt.
Jedes Blatt des Kohls wird von Hand mit der Paste eingerieben. Das ist Arbeit, die Stunden dauert. Familien teilen die Aufgaben.
Die Verteilung: Am Ende wird das Kimchi aufgeteilt. An Familienmitglieder, an Nachbarn, an Menschen, die Hilfe brauchen. Kimjang ist kein privates Ereignis. Es ist ein Akt der Gemeinschaft.
Kimjang heute
Kimjang existiert noch. In veränderter Form, aber es existiert.
In Städten ist es seltener. Wohnungen in Seoul haben keinen Hinterhof für hundert Kilogramm Kohl. Aber auf dem Land, in Gemeinschaften, in Familien, die ihre Tradition pflegen, passiert Kimjang jeden November.
Der koreanische Staat fördert Kimjang aktiv. Es gibt Kimjang-Festivals, Kimjang-Programme für Schulen, Kimjang-Events für koreanische Diaspora weltweit.
Und es gibt Familien wie Young-Nams, die diese Tradition nicht als Event, sondern als Selbstverständlichkeit leben.
Was THATs KiMCHi mit Kimjang verbindet
Young-Nam, Guidos Mutter und das Herzstück hinter THATs KiMCHi, hat Kimjang nicht in einem Workshop gelernt. Er hat es als Kind erlebt. Seine Mutter hat es erlebt. Und deren Mutter davor.
Das Familienrezept hinter THATs KiMCHi ist kein entwickeltes Rezept. Es ist das Resultat von Kimjang-Generationen.
Wenn du ein Glas THATs KiMCHi öffnest, hältst du den Geschmack dieser Tradition in den Händen.
Kimjang in Deutschland: Unsere Workshops
Wir bringen Kimjang nach Hamburg. In unseren Workshops lernst du nicht nur, wie man Kimchi macht. Du lernst, warum man es macht.
Gemeinschaft, Fermentation, Tradition. Das ist Kimjang.
Schreibe mir eine E-Mail wenn du bei unserem Kimjang im November 2026 dabei sein möchtest. Mail
FAQ
Was bedeutet Kimjang? Kimjang ist die koreanische Tradition des gemeinschaftlichen Kimchi-Machens für den Winter. Seit 2013 ist es UNESCO-immaterielles Kulturerbe.
Wann findet Kimjang statt? Traditionell im November oder Dezember, wenn die Temperaturen fallen. Der genaue Zeitpunkt hängt von der Region und der Wetterlage ab.
Wie viel Kimchi macht eine Familie bei Kimjang? Zwischen 50 und 200 Kilogramm sind üblich. Das reicht für einen gesamten Winter.
Gibt es Kimjang auch in Deutschland? Ja. In koreanischen Gemeinschaften und bei THATs KiMCHi Workshops in Hamburg.