Beim Korean BBQ denkst du an Fleisch. An Samgyeopsal, Galbi, Bulgogi. An Holzkohle, Rauch und einen Tisch voller Banchan.
Was viele übersehen: Kimchi gehört dort nicht nur roh hin. Gebratenes Kimchi macht den Abend vollständig.
Warum gebratenes Kimchi zum Korean BBQ gehört
In Korea steht Kimchi immer auf dem Tisch. Roh und frisch. Aber sobald das Fleisch auf den Grill kommt, wandert ein Teil des Kimchi in die Pfanne oder direkt auf die Grillplatte. Dort verändert sich alles.
Die Säure weicht zurück. Die Süße im Chinakohl tritt vor. Das Gochugaru wird runder, tiefer, fast rauchig. Aus der scharfen Beilage wird ein Hauptdarsteller.
Der Unterschied zwischen roh und gebraten
Rohes Kimchi ist frisch. Knackig. Scharf. Es reinigt den Gaumen zwischen den Bissen Fleisch. Perfekt als Reset.
Gebratenes Kimchi ist etwas anderes. Süßlich. Tief. Umami. Es begleitet das Fleisch, statt es zu kontern.
Beide zusammen auf dem Tisch bauen Schichten. Roh für die Frische. Gebraten für die Tiefe. So isst man in Korea.
So brätst du Kimchi richtig
Der wichtigste Punkt vorab: der Kimchi muss reif sein. Mindestens zwei Wochen fermentiert, besser sechs. Frisches Kimchi wird in der Pfanne nicht süß genug.
Der Ablauf ist kurz. Kimchi aus dem Becher nehmen, überschüssigen Saft abdrücken, grob hacken. Pfanne auf mittlere bis hohe Hitze bringen. Butter oder neutrales Öl hinein. Kimchi rein und drei bis fünf Minuten braten, bis die Ränder leicht karamellisieren. Am Ende ein kleiner Schuss Sesamöl, fertig.
Zu welchem Fleisch es passt
Gebratenes Kimchi funktioniert am besten mit fettem Fleisch.
Zu Samgyeopsal, dem koreanischen Schweinebauch, hebt das Fett im Fleisch die Süße des Kimchi. Eine Kombination, die nach Komfort schmeckt.
Zu Galbi, den marinierten Rippchen, trifft der süße Soja Mirin Sud auf die tiefe Würze des gebratenen Chinakohls. Beides spielt in der gleichen Geschmacksliga.
Und am Tag danach: Bokkeumbap. Gebratener Reis mit Spiegelei und dem Rest Kimchi von gestern. Ein Klassiker aus jeder koreanischen Küche.
Welcher Kimchi eignet sich
Nicht jedes Kimchi brät gleich gut. Industrielle Produkte mit Essig oder Zucker karamellisieren nicht richtig. Die Säure bleibt flach, die Süße wird künstlich.
Was du brauchst: einen gereiften Kimchi mit stabiler Fermentation und festem Chinakohl. THATs KiMCHi Classic ist mindestens sechs Wochen fermentiert. Die Fermentation ist stabil, der Kohl hat Biss, das Gochugaru ist voll entwickelt. Genau das, was eine heiße Pfanne braucht.
Unser Vorschlag für dein nächstes Korean BBQ: ein Becher THATs KiMCHi auf den Tisch, die Hälfte bleibt roh als Banchan, die andere Hälfte wandert in die Pfanne neben den Grill. Zwei Welten, ein Essen.
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Zutaten für 4 Portionen
- 400 g THATs KiMCHi Original Mild oder Original HOT, gut gereift
- 1 EL neutrales Öl
- 1 TL Zucker
- 1 TL Sesamöl
- 1 TL geröstete Sesamsamen, optional
Zubereitung
1. Vorbereiten
Kimchi aus dem Becher nehmen, den Saft leicht ausdrücken und grob hacken.
2. Anbraten
Öl in einer Pfanne auf mittlere bis hohe Hitze bringen. Kimchi hinein und 1 Minute braten.
3. Ein wenig Zucker
Zucker darüberstreuen und unter Rühren 5 bis 8 Minuten weiterbraten, bis das Rot dunkler wird und die Ränder leicht karamellisieren. Wird es zu trocken, 1 bis 2 EL Wasser dazugeben.
4. Abschließen
Pfanne vom Herd nehmen, Sesamöl unterrühren, Sesam darüber. Direkt neben das Fleisch auf den Tisch.
Tipps
- Der Zucker nimmt die Säure und bringt die Süße im Chinakohl nach vorne. Mehr als ein Teelöffel braucht es nicht.
- Je reifer das Kimchi, desto besser wird es in der Pfanne.
- Reste am nächsten Tag mit Reis und Spiegelei zu Kimchi Bokkeumbap braten.
Häufige Fragen
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Einmal im Monat: ein Thema, ein Rezept und Tipps von uns.

Annaria und Guido machen seit 2021 Kimchi in Hamburg, nach Young-Nams Familienrezept. Ihr Kochbuch „That's Kimchi“ mit 80 Rezepten ist bei DK erschienen.


